Zwischen Titelverteidigung und Kuriositäten: die Chronik eines denkwürdigen Samstags

Am gestrigen Samstag fand auf der Schiessanlage in Bühler (Feld A) und Teufen (Feld E und D) der kantonale Gruppenfinal statt. Nachdem unser Chef Wettkämpfe, Andreas Graf, die Siegerehrung mit den Worten "Es wurde Geschichte geschrieben" eröffnete, erlaubet mir hier eine durchaus humoristische Zusammenfassung des gestrigen Tages. In wohlbedachter Rücksichtnahme auf das seelische Gleichgewicht einiger unserer wackeren Schützinnen und Schützen verzichten wir hier grossmütig auf die Ausbreitung sämtlicher Punktzahlen. Wer sich in die Tiefen der Resultatkunst verlieren mag, dem sei die offizielle Rangliste wärmstens ans Herz gelegt.

 

Was sich also gestern zutrug hat nicht nur sportlichen Wert, sondern auch eine gewisse erzählerische Eleganz: Aus den Reihen von Heiden vermochten sich sowohl im Feld A als auch im Feld E je eine Equipe zu qualifizieren; und dies jeweils mit dem Höchstresultat der Qualifikation. Ein Auftakt, der bereits erahnen liess, dass der Tag nicht gänzlich unerquicklich verlaufen könnte.

 

Im Feld A sodann entwickelte sich ein Wettstreit, der dem geneigten Zuschauer das eine oder andere Mal den Puls dezent beschleunigte. Die fünf Schützen aus Heiden, ihres Zeichens serielle Titelverteidiger, sahen sich nach der ersten Runde noch mit einem Rückstand von drei Punkten konfrontiert. Eine Situation, die man in dieser Deutlichkeit aus den Vorjahren kaum kannte und die dem Ganzen eine willkommene Prise Spannung verlieh. In der zweiten Runde nahmen die Dinge ihren Lauf, Kuriositäten reihten sich aneinander, als hätten sie sich eigens zu diesem Anlass verabredet. Was sich alles in Bühler zutrug passt, mit Verlaub, auf keine auch nur annähernd wohlgenährte Kuhhaut. Und doch kam es wie es kommen musste. Das Finale lag schliesslich in den Händen zweier Herren von bewährter Nervenstärke: Hansruedi aus Heiden und Hansueli aus Schwellbrunn. Ihnen oblag es, dem Ganzen ein würdiges Ende zu bereiten. Schliesslich gelang es Heiden das Blatt zu wenden und so durfte am Ende doch wieder der inzwischen beinahe schon gewohnte, allerdings keineswegs selbstverständliche Triumph bejubelt werden. Titelverteidigung Nummer dreizehn in Serie sei hiermit mit gebührendem Nachdruck vermerkt.

 

Im Feld E hingegen schien die Sache zunächst einen weniger nervenaufreibenden Verlauf zu nehmen. Nach Runde eins noch komfortabel in Führung liegend, sah sich die Häädler Gruppe in der Folge mit Bedingungen konfrontiert, die man wohlwollend als „herausfordernd“ bezeichnen darf. Die zweite Runde geriet entsprechend weniger glorios, und man musste der Konkurrenz den Vortritt lassen. Dass es sich bei ebendieser Konkurrenz aus Herisau-Säge zudem um eine Gruppe handelte, die gleich mit drei Jungschützen an den Start ging, sei an dieser Stelle nicht nur erwähnt, sondern mit einer gehörigen Portion Anerkennung versehen. Ein solches Engagement des Nachwuchses verleiht dem letztlichen Überholmanöver eine zusätzliche, durchaus erfreuliche Note. Der dabei resultierende zweite Rang für Heiden vermag den Gesamteindruck nur unwesentlich zu trüben, zumal man sich damit exakt dort wiederfindet, wo man bereits im Vorjahr anzutreffen war.

 

Summa summarum also ein Auftritt, der Anlass zur Zufriedenheit bietet und der einmal mehr vor Augen führt, dass neben allem sportlichen Ehrgeiz auch das Gesellige im Mittelpunkt stehen darf. Es darf, ja es soll gelacht werden, selbst dann, wenn nicht jede und jeder die ganz persönlichen Zielsetzungen vollumfänglich zu erreichen vermochte.

 

 

Und für all jene, deren Herz im Takt der Zahlen schlägt, sei an dieser Stelle nun auf die folgende offizielle Rangliste verwiesen:

  

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Rangliste_Kant_GMS_Final2026.pdf
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Feld A:
FSG Schwellbrunn (2.), FSG Heiden (1.) und SG Waldstatt (3.)

Feld E:
FSG Heiden (2.), SG Herisau-Säge (1.), SV Herisau (3.)